Die Katze: Ernährung und Verdauung

Bei diesem Artikel handelt es sich um den ersten Teil meiner Artikelreihe, welche sich explizit mit der Ernährung der Katze auseinandersetzt. Beginnen wollen wir mit dem Grundlagenwissen über die Ernährung der Katze in der Natur. Ich versuche die Artikel bewusst nicht allzu wissenschaftsgeladen zu schreiben, damit jeder auf Anhieb versteht worum es geht. Mir ist es wichtig, das Bewusstsein zu wecken, welche Bedürfnisse eine Katze besitzt und wie man sie als Katzenbesitzer am besten befriedigt. Nur wer die Kenntnisse zur optimalen Ernährung der Katze besitzt, kann nachhaltig dafür sorgen, dass Krankheiten aufgrund von Mangelernährung vermieden werden.

Unsere Hauskatze gehört zu biologischen Ordnung der Carnivora (Raubtiere) und ernährt sich wild lebend wie ein Großteil dieser karnivor (fleischfressend, Fleisch verschlingend). Eine freilebende Katze benötigt zwischen 10 und 20 Futtertieren täglich, um den eigenen Bedarf zu decken. Diese werden über den Tag und die Nacht verteilt erjagt und verzehrt.

Zu den Beutetieren gehören Nagetiere, Vögel und Amphibien. Auch werden Insekten verzehrt, diese spielen für den Grundumsatz aber keine große Rolle. Pflanzliche Bestandteile nimmt die Katze durch die Organe (Mageninhalt) ihrer Beute auf. Eine gezielte Aufnahme von pflanzlichen Stoffen ist z.B. bei Gräsern zu beobachten. Diese werden allerdings nicht gefressen, weil die Katze sie für ihre Ernährung braucht, sondern um aufgenommenes Fell und Haare zu binden und diese einfacher erbrechen zu können.

Katzen trinken von Natur aus nicht viel, da sie die meiste Flüssigkeit aus ihrer Nahrung zu sich nehmen. Beutetiere enthalten ca. 75-80% Flüssigkeit und schützen so den Körper vor der lebensgefährlichen Dehydratation (Austrocknung).

Vom Mäulchen ins Katzenklo – Die Verdauung der Katze

Zwischen Katzenmaul und Katzenklo spielt sich innerhalb der Katze eine Menge ab. Im Gegensatz zum Menschen kaut die Katze ihre Nahrung nicht zu einem Nahrungsbrei, sondern trennt kleine Fleischstücke mit ihren wenigen Backenzähnen ab und schluckt sie dann heil hinunter. Der Grund hierfür ist, dass die Katze nicht wie wir kauen kann. Der Kiefer der Katze besitzt ein sogenanntes „Scharniergelenk“, welches sich nur auf und, ab aber nie seitwärts bewegen kann. Wer eine Katze schon einmal Fleisch fressen gesehen hat, weiß dass sie Bissen stets seitlich abbeißt, also mit den Backenzähnen und nie frontal wie z.B. der Mensch. Die vorderen Zahnreihen sind dafür auch gar nicht geeignet. Nicht selten sagten die Leute mir „Ich glaube meine Katze hat Zahnschmerzen, sie kaut gar nicht richtig“, dabei handelte es sich um das normale Fressverhalten der Katzen.

Wenn die Katze einen Bissen vom Fleischstück abgetrennt und verschlungen hat, landet dieser im kleinen Magen der Katze. Da die Katze wie oben erwähnt nur kleinere Tiere über den Tag verteilt erbeutet, muss ihr Magen nicht groß sein. Er dient nicht als Nahrungsspeicher und ist zwischen den Mahlzeiten leer. Es wird nicht vorkommen, dass die Katze 20 Mäuse auf einmal frisst und sich für den Rest des Tages zur Ruhe legt. Im Gegenteil, denn ihr Körper wird sich bei zu viel Nahrung, in einer Mahlzeit zugenommen, wehren und die Katze wird sich übergeben.

 

Die Magensäure der Katze ist konzentrierter und besitzt eine abtötende Wirkung für Bakterien. Die Nahrung wird im Magen zersetzt und die Eiweiße aufgespalten. Als nächstes wandert die Nahrung in den Darm der Katze. Dieser ist für einen Fleischfresser typisch kurz, da Fleisch schnell und einfacher verdaut werden kann. Die Darmlänge von Lebewesen wird im Verhältnis zu ihrer Körperlänge angegeben. Bei Fleischfressern wie der Katze beträgt die Länge des Darms in Verhältnis zur Körperlänge 3:1. Bei einem Allesfresser, der jedoch fleischliche Nahrung bevorzugt, wie dem Menschen 6:1 und einem reinen Pflanzenfresser wie einem Schaf 24:1. Der Grund hierfür ist, dass pflanzliche Stoffe viel länger brauchen, bis sie verdaut sind und von dem Körper verwertet werden können.

Abschließend

Dieser Artikel hat uns keine Geheimnisse offenbart, sondern nur noch einmal zusammengefasst, wie sich unsere Katze, wenn sie selbst die Wahl des Futters und der Futterbeschaffung hat, ernährt. Ihre Ernährung war es auch, die sie so erfolgreich machte, denn Katzen wurden noch bis vor einigen Jahrzehnten fast ausschließlich als Nutztiere gehalten, die Mäusen und Ratten Einhalt gebieten sollten. Viele Katzen werden heute immer noch als Nutztiere behandelt und gehalten und sorgen für die Eindämmung der Population von Nagetieren in Menschennähe.

Geschlossen

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